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crew

wie es dazu kam …
im umfeld des kv röda (damals kv kraftwerk + trägerverein) gab es schon vor der eröffnung des kulturhauses eine lose gruppe von (hauptsächlich) metallbastlerinnen, die auf der suche nach raum für gestalterische auswüchse waren. kurzlebige arbeitsumfelder konnten nie entsprechend genutzt werden. sehr schnell wurde auch schon in der planungsphase des kulturhauses klar, dass sich auch in diesem gebäude nicht der nötige platz finden würde, einen einigermassen funktionierenden werkstättenbereich zu integrieren.

1998 wurde dann erstmals ernsthaft das quasi leerstehende (= als surfbrettlager verkommene) ehemalige kompressorhaus am gaswerkgelände vis-a-vis vom kulturhaus ins visier genommen und bekonnen an konzepten zu basteln.

nach langwierigen bemühungen, einigen weiteren konzeptentwürfen und verhandlungen, willigte dann die stadt als eigentümerin ein, dieses gebäude dem verein bis auf wiederruf als werkstättengebäude zur verfügung zu stellen.

das war im winter 2000/2001
viele eingefrorene körperteile und durcharbeitete monate später konnte das kompressorhaus erstmals seit seiner stillegung im jahre schnee wieder sinnvoll genutzt werden. die komplette adaptierung des gebäudes, sowie die errichtung der werkstätten fand ohne jegliche finanzielle oder sonstige unterstützung aus öffenlicher hand statt. einzige ausnahme: nachdem zuvor noch sorgfältig die bestehende stromanbindung des gebäudes stillgelegt worden war, konnte die stadtverwaltung davon überzeugt werden, unter mithilfe der rödistas ein kabel zwischen kulturhaus und werkstatt zu installieren- an dieser stelle dank…

langsam aber stetig ist die werkstatt-community über die jahre gewachsen. menschen mit unterschiedlichstem zugang zur werkstatt, verschiedenstenen ansprüchen und ansichten, zielen und ideen sind ein- und ausgegangen, und haben diesen verwahrlosten ort in einen nicht mehr wegzudenkenden schnittpunkt für kunst- und kulturschaffende, freidenk-und bastlerinnen verwandelt.

die anfängliche holz- und metallwerkstatt hat sich um die bereiche töpferei und radwerkstatt erweitert (wobei für letztere wegen untragbarer verruszung ein neuer platz –ein baucontainer – - gefunden werden muss). das gallische dorf wächst; der steg, das tretboot, die extremhollywoodschaukel, der lagerfeuerplatz, die veranda und vieles mehr; turnende-, steckendrehende-, seltanzende-, malende-und zeichnende menschen nutzen den >garten< als freiraum um ihre kreativität entfalten zu können.

künstlerischer output findet in form von workshops, ausstellungen, performances, schauschmieden und dergleichen statt. vor allem das projekt >das artelier steyr<, das teil des gesamten experimentes der gaswerkstatt darstellt, tritt regelmässig mit verschiedenen aktionen an die öffentlichkeit. mario werndl, umtriebiger künstler und seit 2005 obmensch des kv röda ist der treibende motor dieses projektes (siehe kontakt) . gemeinsam mit dem filmemacher nikolaos chaldoutas und unter massiver beteiligung von röda- und werkstattaktivistas hat er auch 2005 den film >das artelier steyr< , der die werkstatt vorstellen soll, gedreht. und das ist erst der anfang .

das kompressorhaus platzt aus allen nähten!
bestrebungen, die angrenzende leerstehende ehemalige >kripperlbauer-halle< als neue schmiede zu adaptieren, wurden seitens der stadtverwaltung zurückgewiesen, des wertvollen wie sensiblen baugrundes wegen ( soll das wirklich ein fh-parkplatz werden???). nur diese halle würde ernsthaftes grossformatiges arbeiten bei jeder witterung zulassen. wir werden nicht aufgeben…

was wäre die alte eisenstadt ohne eine schmiede!?!

viele ideen, keine mittel, und doch …
das experiment lebt!

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